diagnostik der Färsenmastitis

Reagenzgefäße zum Pipitieren; Mikrodilution


Klinische Untersuchung

Zur Untersuchung der Eutergesundheit werden Milchproben aus jeder zitze genommen



Für die Diagnostik der Färsenmastitis spielt die klinische Euter- und Sekretuntersuchung eine zentrale Rolle. Bei Tieren, die noch nicht gekalbt haben, sollte das Sekret nur überprüft werden, wenn die klinische Untersuchung des Euters Veränderungen ergeben hat.


Um die Zitzen vor Umwelt Keimen zu Schützen ist das regelmäßige Dippen nach dem Melken unverzichtbar


Bei Färsen vor der Geburt muss bei jeglicher Sekretentnahme sehr sauber gearbeitet werden: Handschuhe tragen, Hände und Zitzen vor Entnahme desinfizieren, nach der Beprobung Zitzen mit einem wirksam desinfizierenden Dippmittel (als Tierarzneimittel zugelassen) dippen.


Laboruntersuchung

Probennahme für eine Durchführung des Schalm-Tests

Liegen bei Färsen vor der Geburt klinische Befunde vor, sollte eine Sekretprobe entnommen und bakteriologisch untersucht werden (Erregernachweis + Resistenztest).
Nach der Kalbung ist die Untersuchung einer Milchprobe auch bei Verdachtsfällen zur Abklärung des Vorliegens einer subklinischen Mastitis möglich.


Zusätzlich zur Anzüchtung des beteiligten Mastitiserregers sollte auch ein Resistenztest durchgeführt werden. Milch- und Sekretproben können auch mittels PCR (Polymerase-Kettenreaktion) untersucht werden. Bei dieser Methode wird kein Erreger angezüchtet, wie bei der kulturellen Untersuchung, sondern es wird Erbmaterial von Erregern nachgewiesen. Bei dieser Methode ist im Anschluss kein Resistenztest möglich und es unterbleibt in der Regel aus Kostengründen eine Untersuchung aller vier Viertel.

Sekretproben von Färsen vor der Kalbung können mit weiteren Methoden (Leitfähigkeitsmessung, Bestimmung von pH-Wert, Zellzahl, Chloridwert u.a.) kaum untersucht werden, weil im Trächtigkeitsverlauf ständig andere Bedingungen vorliegen.

Klinische Untersuchungen -am Tier-

Zuchtselektion

Bei der Zuchtselektion Euter auf Beizitzen überprüfen. Eventuell notwendige Korrekturen (chirurgische Entfernung) sollten frühzeitig vorgenommen werden. Das Vorkommen von Beizitzen sollte dokumentiert werden!

Erste Besamung/Bedeckung

Klinische Untersuchung des Euters auf Unversehrtheit

Weideabtrieb

Klinische Euterkontrolle

Risiko von Pyogenes-Mastitiden/ Holsteinische Euterseuche

Ankauf tragender Färsen

Klinische Euteruntersuchung

Veränderungen des Euters zählen nicht zu den verborgenen Mängeln!

Bei Verdachtsfällen ist eine bakteriologische Untersuchung oder PCR zwecks Erregernachweis durchzuführen.

bakteriologische untersuchungen - im Labor-

Klinische Färsenmastitis

Bei der Entnahme von Milchproben in Röhrchen, ist es wichtig diese zu beschriften.

Vor allem bei gehäuft auftretenden klinischen Färsenmastitiden ist eine Untersuchung unerlässlich.

Klinische Euteruntersuchungen in wöchentlichem Abstand ab 8-6 Wochen vor der Geburt.

Ergeben sich bei diesen Untersuchungen Auffälligkeiten, so sollten Sekretproben entnommen und bakteriologisch untersucht werden.

Erstkalbinnen nach der Kalbung

Vor allem in Problembetrieben bei allen Erstkalbinnen nach der Kalbung.

Bakteriologische Untersuchung von Viertelgemelksproben. Klinisch auffällige Tiere sind sofort, klinisch unauffällige ca. 5 Tage nach der Kalbung zu beproben. Damit werden auch subklinische Mastitisfälle aufgespürt.


Ankauf abgekalbter Färsen

V.a. für galt-und mykoplasmafreie Kuhbestände, oder nach einer S. aureus-Bestandssanierung.

Kontrolle von Viertelgemelksproben auf die Freiheit von diesen Erregern, bevor das Tier in den neuen Bestand verbracht wird. Für die Untersuchung eignet sich aufgrund der kurzen Untersuchungsdauer (4 Stunden) die PCR.


Die Informationen zum Thema in einer Broschüre finden Sie hier..


Agieren bevor Krankheiten ausbrechen

Erkrankten Tieren systematisch helfen


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