Trockenstellen ist eine Chance

Gehen Sie während der Trockenstehzeit Risiken ein?

Mastitis: eine der kostspieligsten Infektionskrankheiten

  • Reduziert die Milchleistung1 und -qualität
  • Steigert die Merzungsraten2
  • Vermehrt Ihre Arbeitsbelastung
  • Erhöht den Antibiotikaverbrauch3

Die Trockenstehzeit ist entscheidend für eine gute Eutergesundheit:

  • Das Euter ist in dieser Zeit am empfänglichsten für Infektionen. 
  • Kühe, die sich in der Trockenstehzeit infizieren, haben ein größeres Risiko, während der Laktation an einer klinischen Mastitis zu erkranken.
  • Mehr als die Hälfte der durch Umwelterreger verursachten Mastitisfälle, die in den ersten 100 Tagen der Laktation auftreten, sind während der Trockenstehzeit entstanden.5

Die meisten Infektionen erreichen das Euter durch den Strichkanal – damit steht er im Fokus bei der Vorbeugung neuer Infektionen.

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viele Zitzen bleiben offen

Ein verzögerter Zitzenschluss erhöht das Risiko für eine intramammäre Infektion.5

Studien haben gezeigt:

Bei Kühen, die mit höherer Milchmenge trockengestellt wurden, sind langsamere Zitzenverschlusszeiten feststellbar.5

Eine Woche nach dem Trockenstellen hatten 47 % der Zitzen keinen Keratinpfropf ausgebildet.

6 Wochen nach dem Trockenstellen blieben immer noch 23 % offen5.

Der Anteil an verschlossenen Zitzen variiert zwischen Kühen6 und Herden7.

Eine von 20 Kühen hatte über einen Zeitraum von 60 Tagen und länger6 offene Zitzen.

Nutzen Sie einen internen Zitzenversiegler (IZV), um Probleme durch verzögerten Zitzenverschluss zu vermeiden. Fragen Sie Ihren Tierarzt.

das leisten interne Zitzenversiegler

Zahlreiche Studien belegen8:

Interne Zitzenversiegler reduzieren das Risiko einer neuen Euterinfektion und einer klinischen Mastitis nach dem Kalben bei Kühen, die ohne Antibiotikum trockengestellt wurden:

geringeres Risiko

einer Neuinfektion

geringeres Risiko

einer klinischen Mastitis

Der interne Zitzenversiegler kann das Risiko für eine klinische Mastitis nach dem Abkalben nahezu halbieren.8

Bei Kühen, die antibiotisch trockengestellt wurden, reduzierte die zusätzliche Anwendung eines internen Zitzenversieglers das Risiko einer neuen Infektion und einer klinischen Mastitis nach der Kalbung:

geringeres Risiko

einer Neuinfektion

geringeres Risiko

einer klinischen Mastitis

Der interne Zitzenversiegler kann zusätzlich zum antibiotischen Trockensteller das Risiko für eine klinische Mastitis nach dem Abkalben um 29 % senken.8

Antibiotische Trockensteller können mit Zitzenversieglern optimal kombiniert werden.

Versiegler für jede Kuh

Im Februar 2017 erarbeitete eine Expertengruppe eine gemeinsame Erklärung zum Management der Eutergesundheit in der Trockenstehphase9.

Praxisrelevante Empfehlungen für Milchbauern und Tierärzte

Jede Kuh auf jedem Betrieb sollte mit einem internen Zitzenversiegler trockengestellt werden.

Wahrscheinlich infizierte Tiere benötigen einen antibiotischen Trockensteller zusätzlich zum Zitzenversiegler.

Je nach Eutergesundheit sollten Herden nach niedrigem oder hohem Risiko eingeteilt werden – mit daran angepassten Herangehensweisen.

Unter tierärztlicher Betreuung kann jede Herde ein selektives Trockenstellmanagement anstreben.

Zitzenversiegler müssen hygienisch angewandt werden – ein entsprechendes Training am besten durch den Tierarzt ist daher für alle wichtig, die Zitzenversiegler oder antibiotische Trockensteller verabreichen.

Wann setze ich es ein?

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Das bietet unser Zitzenversiegler

Er kombiniert höchste Qualität mit für Ihre Bedürfnisse optimalen Eigenschaften und der Unterstützung von Boehringer Ingelheim:

  • Flexible Spitze für hygienische Applikation
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  • Mit und ohne Antibiotikum einsetzbar
  • Vom Marktführer im Bereich Eutergesundheit

Setzen Sie beim Trockenstellen auf interne Zitzenversiegler für jede Kuh.

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Mehr Sicherheit beim Trockenstellen

Quellen

1 Hagnestam C et al. (2007): Yield losses associated with clinical mastitis occurring in different weeks of lactation. J. Dairy Sci. 90, 2260-2270.
2 Heikkilä A-M et al. (2012): Costs of clinical mastitis with special reference to premature culling. J. Dairy Sci. 95, 139-150.
3 Pol M and Ruegg PL (2007): Treatment practices and quantification of antimicrobial drug usage in conventional and organic dairy farms in
Wisconsin J. Dairy Sci. 90, 249-61.
4 Crispie F et al. (2004): Dry cow therapy with a non-antibiotic intramammary teat seal – a review. Ir. Vet. J. 57, 412-418.
5 Dingwell RT et al. (2004): Association of cow and quarter-level factors at drying-off with new intramammary infections during the dry period. Prev. Vet. Med. 63, 75-89.
6 Williamson JH et al. (1995): The prophylactic effect of a dry-cow antibiotic against Streptococcus uberis. N. Z. Vet. J. 43, 228-234.
7 Bradley A et al. (2015): An investigation of the dynamics of intramammary infections acquired during the dry period on European dairy farms. J. Dairy Sci. 98, 6029-6047.
8 Rabiee AR and Lean IJ (2013): The effect of internal teat sealant products (Teatseal and Orbeseal) on intramammary infection, clinical mastitis, and somatic cell counts in lactating dairy cows:
A meta-analysis. J. Dairy Sci. 96, 6915-6931.
9 Bradley A et al. (2018): Consensus Statement Dry Cow Therapy. Proceedings 57. NMC Annual Meeting